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Ute Griesser Dipl.- Restauratorin (FH)
         
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Festigung, Trockenreinigung, Korrosionsschutz an Metallteilen, Ergänzungen fehlender Teile in Absprache mit dem Künstler und nach dessen Tod mit der Witwe des Künstlers.
     
Der Besitzer hatte, soweit Glasaugen vom Teller abgefallen und zu Boden gefallen waren, diese aufbewahrt, soweit sie in größeren Scherben vorlagen. Die Katalogabbildung von 1964 in Schwarzweiß ließ erkennen, dass Augen fehlten und dass am Flusskrebs (europäischer Flusskrebs, gekocht, ansonsten unpräpariert) das Endstück des Panzers fehlte.
     
 
     
Der Krebs war gräulich entfärbt und wies starke Oberflächenverschmutzungen auf. Einen europäischen Flusskrebs zu finden erwies sich als unmöglich, ebenso den artverwandten asiatischen Flusskrebs entsprechend der exakten Abmessungen für die Ergänzung des Panzerendstücks. Alle gefundenen Vertreter weisen andere Proportionen auf, so dass die Ergänzung begrenzt auf das fehlende Endglied zu einer Verfälschung des realen Eindrucks, nämlich eines „fangfrischen“ essbaren Krebses geführt hätte. Das unstimmige Endstück des Panzers hätte das Objekt zur Attrappe, einem Objekt gemacht und damit der künstlerischen Intension widersprochen. Daher wurde das schadhafte originale Krebstier vom Teller entfernt und gegen den asiatischen Vertreter ähnlicher Dimensionen in präparierter Form ersetzt, der gegen ein schnelles Entfärben – die Rosafärbung war für Herrn Alvermann entscheidend – nachgefärbt wurde. Fehlende Glasbruchstücke wurden entsprechend ihrer ursprünglichen Position auf den Teller aufgebracht, strukturell ergänzt und retuschiert. Fehlende Augen wurden ersetzt und unter Beibehaltung ihrer ursprünglichen Blickrichtung und nach Absprache mit der Witwe des Künstlers nach bestimmten Irisfärbungen auf dem Teller positioniert.