| Netzwerk zum Umgang mit
sakralen Objekten
Stellen Thangkas für Tibeter alltägliche Gebrauchsgegenstände
dar, werden sie von Anderen als Sammlungsgut betrachtet, das es
nach bestem Wissen und Gewissen zu erhalten gilt. Die Wertesysteme
und die damit verbundenen Auffassungen stehen scheinbar unvereinbar
gegenüber. Mit Beispielen von bearbeiteten Thangkas möchte
ich seit 2004
, fachübergreifende Diskussionen zwischen Restauratoren der
unterschiedlichen Fachrichtungen, (Kunst-)Historikern, Ethnologen,
Religionswissenschaftlern, Kulturpolitikern und Museologen anregen,
die ihr Fachwissen in ein geschütztes und international vernetztes
Portal einbringen und Informationen herausziehen können. Meiner
Meinung nach kann erst das Miteinander in der Berücksichtigung
der unterschiedlichen Wertmaßstäbe zum besten Weg im
Umgang, bei der Bearbeitung und Präsentation von Kulturschätzen
führen.
Die Netzwerkidee habe ich in Neu Delhi
mit durchweg positiver Resonanz vorgestellt. Als Basis ist auf den
Internetseiten des ICOM-CC ein Diskussionsforum aus den einzelnen
Beiträgen entstanden, die unter der nachfolgend aufgeführten
Url-Adresse zu erreichen ist. Leider sind die Zugriffsmöglichkeiten
begrenzt. Im Rahmen meiner Internetpräsenz können Sie
mich uneingeschränkt mittels Kontaktformular erreichen. Das
Netzwerk zum Umgang mit sakralen Objekten soll zunächst dem
Bereich Thangkas mit eigener Projektgruppe gewidmet sein. Andere
Projektgruppen zum Thema sakraler Objekte anderer Ethnien mögen
folgen. Ich strebe ein möglichst unabhängiges Portal auf
der Basis eines Content Management Systems mit Diskussionsforum
an, für das ich tatkräftige Unterstützung suche,
was den Aufbau, die Inhaltliche Ausrichtung und Evaluierung angeht.
http://www.icom-cc.org/220/Thangka%20Forum%20/
Ziele des Netzwerks könnten meiner Meinung nach sein:
• Andere Kulturen und deren Wertesysteme kennen lernen.
• Im Umgang mit unterschiedlichen Kulturen eigenes Kulturverständnis
(weiter-) entwickeln.
• Sensibilität für andere Kulturen/Kulturgüter
ausbilden bzw. verstärken.
• Internationale Diskussionsplattform schaffen, die Fragen
zum Umgang mit sakralen Objekten schnell und unbürokratisch
beantworten hilft. Ein nach Fachdisziplinen strukturiertes und vor
willkürlichen Zugriffen geschütztes Portal der jeweiligen
Glaubensrichtung/Ethnie gründen.
• Projekte zur Förderung von Wissensaustausch und zur
Umsetzung von praktischen Hilfen der betreffenden Länder angehen.
• Erarbeitung von international gültigen Richtlinien
zum Umgang mit sakralen Objekten.
• Publizieren der Richtlinien zur Schaffung einheitlicher
Standards.
• Völkerverständigung und nachhaltige Entwicklungshilfe.
Um das Netzwerk schnell mit Leben zu füllen, ist die Autorin
für alle Ideen und Angebote offen.
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